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Werkstatt Serie Rohschnitt

THE AGENCY

Was passiert mit einer Agentur, die Stunden verkauft, wenn Stunden billig werden?

2:23 Englisch Vollständig KI-generiert, Talia eingeschlossen.

Aus der Werkstatt

rechnete die Maschine, Folge und Making-of
15:28 h
meine Zeit: 5:40 h gemessen am Zug, plus 50 % Sehzeit
8:30 h
Claude-Tokens, 96 % davon Cache-Lesezugriffe
1,77 Mrd.
der Bild- und Video-Credits stecken im fertigen Film
37 %
tatsächliche KI-Kosten: Bild, Video und Claude-Abo-Anteil
≈ 100 €
dieselben Claude-Tokens zum API-Listenpreis
≈ 760 €

Was es gekostet hat

Bild und Video (Higgsfield) gut 2.000 Credits für Folge und Making-of ≈ 85 €
Claude Code als Regieassistenz Anteil am Max-Abo; 1,77 Mrd. Tokens, 12.574 Modellaufrufe ≈ 15 €
Musik zum Cold Open (Suno) eigenes Suno-Abo, kein Einzelpreis im Abo
Summe≈ 100 €

Die Idee

Pemberton & Crane, Full-Service-Kommunikation seit 1994. Die Agentur verkauft abrechenbare Zeit, so wie Dunder Mifflin in „The Office“ Papier verkauft. Sie hat noch nicht gemerkt, dass genau diese Zeit gerade billig wird. Talia fängt dort an.

Der erste Entwurf der Maschine war ein freundlicher 60-Sekunden-Spot ohne Haltung. Vier Minuten später stand die Prämisse, die trägt. Meine nächste Nachricht bestand aus einer Frage: Wo sind die guten Gags?

Der Raum

Wer mit Bildmodellen arbeitet, lernt schnell: Jedes Bild erfindet den Raum neu. Mal steht die Tür links, mal rechts, mal fehlt sie. Für einen Film ist das tödlich.

Die Lösung kam aus dem Theater. Bevor ein Bild entsteht, wird der Raum in 3D gebaut, mit farbigen Puppen an den Positionen der Figuren und einer Kamera je Einstellung. Erst auf dieses Graubild setzt das Bildmodell Menschen, Licht und Oberflächen. Im ersten Versuch lagen danach neun von neun Einstellungen im selben Raum.

Besprechungsraum der fiktiven Agentur: sechs Figuren am Kopfende eines langen Tisches.
Ziehen: links das 3D-Blocking mit farbigen Platzhaltern, rechts der fertige Keyframe derselben Einstellung.

Was es gekostet hat

Folge und Making-of zusammen: Die Maschine rechnete rund fünfzehneinhalb Stunden. Ich war gut fünfeinhalb Stunden am Zug, gemessen als die Zeit, in der die Maschine auf mich gewartet hat. Dazu kommt Sehzeit, die kein Protokoll erfasst: Clips ansehen, Schnitte abhören. Ich rechne dafür pauschal 50 Prozent auf, macht achteinhalb Stunden.

In Geld: Bilder und Video kosteten gut 2.000 Credits, rund 85 Euro. Die Regieassistenz lief über mein Claude-Abo: 1,77 Milliarden Tokens, 96 Prozent davon Lesezugriffe auf den Cache. Anteilig am Wochenkontingent sind das rund 15 Euro. Über die API abgerechnet, hätten dieselben Tokens rund 760 Euro gekostet.

Die eigentliche Zahl ist eine andere: Nur 37 Prozent der Bild- und Video-Credits stecken in dem, was im Film zu sehen ist. Der Rest ging in Nacharbeit, verworfene Wege und Ausschuss.

Die Maschine produziert viel. Bezahlt wird das Aussortieren.

Was die Maschine nicht konnte

Zahlwörter in schnellen Sätzen verschluckt sie. Talia, Anfang dreißig, wirkte in mehreren Einstellungen wie Mitte vierzig. Ein Werkzeug zum nachträglichen Stimmentausch klang so, dass ich es nach dem ersten Hören gestrichen habe. Die Figuren sprechen jetzt mit den Stimmen, mit denen die Clips entstanden sind.

Und es gibt Momente, die man sieht und nicht mehr vergisst: Eine Figur spricht, der Mund bleibt zu. Solche Stellen fliegen raus, auch aus den Outtakes.

Making-of „Unbillable Hours“ (1:59, Englisch). Die Figuren erzählen von ihrem eigenen Dreh, neben ihnen die Puppen aus dem 3D-Blocking. Talia geht auf ein Foto von Kai Jacobsen (ZASTROWJACOBSEN, Kiel) zurück.

Was ich mitnehme

Eine halbstündige Folge wäre so in drei bis sechs Wochen machbar. Der Engpass sind dabei weder Rechenzeit noch Credits. Der Engpass ist die Zeit, in der ein Mensch hinschaut und entscheidet.

Für Pemberton & Crane ist das eine schlechte Nachricht. Billig wird die Herstellung. Teuer bleibt das Urteil.

Was das für eine Organisation heißt

Strategie. Pemberton & Crane verkauft Stunden. Folge und Making-of haben zusammen rund 100 Euro gekostet und achteinhalb Stunden meiner Zeit. Gegen solche Zahlen trägt der Stundensatz nicht mehr. Verkaufen lässt sich noch das Urteil: welche Idee, welche Fassung, welche Pointe. Eine Agentur, die weiter Stunden abrechnet, rechnet ein Geschäft ab, das gerade verschwindet.

Rolle. Kuratieren wird Kernarbeit. Nur 37 Prozent der Bild- und Video-Credits stecken im Film. Jemand muss verwerfen dürfen, ohne dass es als Verschwendung gilt.

Ablauf. Freigaben werden häufiger und kleiner. Diesen Film haben 39 Nachrichten geführt: Aufträge, Korrekturen, Freigaben. Eine Organisation muss klären, wer freigibt. Sonst gibt am Ende die Maschine frei, durch Schweigen.

Beim Menschen. Hinschauen und entscheiden. Das ist der Engpass, weder Rechenzeit noch Credits. Wer das in einer Organisation tut, braucht Zeit dafür im Kalender und das Recht, Nein zu sagen.

Arbeitsteilung

Wer hat was gemacht?

Mensch

  • Prämisse, Gags und Haltung der Folge
  • 39 Nachrichten: Aufträge, Korrekturen, Freigaben
  • Casting-Entscheidungen, etwa welche Stimmen bleiben
  • Tempo und Look: schneller Schnitt, Kino statt Camcorder
  • Die Musik zum Cold Open, komponiert mit Suno
  • Abnahme jeder Fassung

Maschine

  • Drehbuchentwürfe, Storyboard und Shotliste (Claude als Regieassistenz)
  • Räume und Kameras als 3D-Blocking in Blender
  • 47 Keyframes und Figurenbilder
  • Clips mit Stimme und Lippensynchronität
  • Prüfung jedes Clips mit drei Spracherkennungsmodellen, Schnitt und Mischung per Skript

Werkzeuge

  • Claude Code (Opus)
  • Higgsfield
  • Nano Banana Pro
  • GPT Image 2.5
  • Kling 3.0 pro
  • Blender
  • Suno
  • Whisper
  • ffmpeg

Hinweise

Vollständig KI-generiert, Talia eingeschlossen.
Pemberton & Crane und alle Figuren sind erfunden. Idee, Regie und Abnahme: Stefan Margenfeld. Higgsfield zum Listenpreis (1.000 Credits = 49 US-Dollar). Claude Code als Anteil am Max-Abo (200 US-Dollar im Monat), geeicht am gemessenen Wochenkontingent; Vergleichswert zum API-Listenpreis von Claude Opus 5.5. Kurs 0,86 € je US-Dollar. Meine Zeit: gemessene Zeit am Zug plus 50 % Sehzeit.

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