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Werkstatt Serie Fertig

ANCIENT MARKETING

Wie viel Story verträgt ein Künstler?

2:28 Englisch Vollständig KI-generiert.

Aus der Werkstatt

vom ersten Satz bis zur Rohfassung
≈ 2 h
Takes, jeder ein durchgehender Clip
14
Nachdrehs
0
meine Zeit: 2:12 h gemessen am Zug, plus 50 % Sehzeit
3:18 h
tatsächliche KI-Kosten: Bild, Video, Ton und Claude-Abo-Anteil
≈ 18 €
dieselben Claude-Tokens zum API-Listenpreis
≈ 42 €

Was es gekostet hat

Bild und Video (Higgsfield) 385 Credits für 24 Bilder und 16 Clips ≈ 16 €
Verworfene Tonspur (ElevenLabs) rund 7.000 Credits, 128 Takes ≈ 1 €
Claude Code als Regieassistenz Anteil am Max-Abo; 144 Mio. Tokens, 282 Modellaufrufe ≈ 1 €
Titelmusik (Suno) eigenes Suno-Abo, kein Einzelpreis im Abo
Summe≈ 18 €

Die Idee

Was wäre, wenn hinter den großen Figuren der Geschichte schon damals jemand gesessen hätte, der von Personal Brand, Legende und Signature Move spricht?

Arles, Dezember 1888. Vincent hat Hunderte Bilder gemalt und verkauft so gut wie keins. Sein Manager Maurice Bréval hat eine Strategie, ein Notizbuch und am Ende eine einzige Frage. Man ahnt, welche.

Mockumentary, Deadpan. Niemand lacht. Alle meinen es ernst.

Die Tonspur, die es nicht in den Film geschafft hat

Der Plan war sauber: erst den Ton, dann das Bild. Alle 32 Dialogzeilen entstanden mit synthetischen Stimmen, je vier Takes, geschnitten und auf Pegel gebracht. Dann habe ich die Tonspur verworfen.

Die Stimmen kommen jetzt direkt aus dem Bild. Das Videomodell erzeugt Gesicht, Lippen und Stimme in einem Durchgang. Daraus folgt eine neue Regel für das Drehbuch: Möglichst viel muss in einem einzigen Take passieren. Dialogwechsel, Gesten und Kamerabewegung laufen im selben Clip, höchstens fünfzehn Sekunden lang.

Die Musik ist ein kurzes Stück für Titel und Abschluss, mit Suno komponiert. Der Akkord fällt auf den Schnitt.

Ein Raum, drei Zonen

Aus THE AGENCY habe ich mitgenommen: erst der Raum, dann das Bild. Das Gelbe Haus in Arles gibt es hier einmal, als 3D-Modell mit drei Zonen: Tisch, Fenster, Sessel. Jede Innenszene spielt darin.

Atelier im Gelben Haus: Der Manager sitzt mit Notizbuch am Holztisch, Vincent ihm gegenüber, an der Wand zwei Sonnenblumenbilder.
Ziehen: links das Blocking (rot der Manager, gelb Vincent), rechts das Startbild für den Clip.

Fünf Fehler, im Schnitt gelöst

Ein verschlucktes „Vincent“. Zwei Sätze, die am Ende des Clips abgeschnitten waren. Ein Blick in die Kamera, der keiner sein sollte. Und eine gemalte Kerze im Hintergrund, die plötzlich zu flackern begann.

Neu generiert habe ich davon nichts. Die Regel lautet: Trifft ein Take den Text nicht genau, prüfe ich zuerst den Schnitt und passe das Drehbuch an den Take an. Nachgedreht wird nur, wenn der Schnitt die Pointe nicht trägt. Dieses Mal trug er sie jedes Mal. Die Kerze steht jetzt still, eingefroren, solange die Kamera ruht.

Was es gekostet hat

385 Credits für 24 Bilder und 16 Clips, umgerechnet rund 16 Euro. Die verworfene Tonspur kostete gut einen Euro. Die Regieassistenz lief über mein Claude-Abo: 282 Modellaufrufe, 144 Millionen Tokens, anteilig rund ein Euro. Über die API abgerechnet, wären es rund 42 Euro gewesen. Ich selbst war gut zwei Stunden am Zug, mit Sehzeit gut drei.

Was ich mitnehme

THE AGENCY hat zwei Tage gebraucht, diese Folge rund zwei Stunden. Die Maschinen waren dieselben. Neu waren die Methode und die Erfahrung.

Am meisten beschäftigt hat mich dabei eine Frage aus zwanzig Jahren Radio: Wann trägt eine Pause? Die Maschine liefert Takes. Das Timing bleibt Handwerk.

Was das für eine Organisation heißt

Strategie. Die Maschinen waren dieselben wie bei THE AGENCY. Meine Zeit sank von achteinhalb Stunden für Folge und Making-of auf gut drei Stunden, die Kosten von rund 100 auf rund 18 Euro. Den Unterschied machte das Gelernte. Werkzeuge kann jede Organisation kaufen, morgen schon. Ein Verfahren muss sie sich erarbeiten, und genau darin liegt der Vorsprung.

Rolle. Jemand muss aus einem Fall Regeln ziehen und sie in den nächsten tragen. Erst der Raum, dann das Bild: Das stammt aus THE AGENCY. Hier galt es von Anfang an.

Ablauf. Zwei Regeln haben diese Folge geprägt. Eine fertige Tonspur durfte fallen, obwohl Arbeit in ihr steckte. Und Fehler werden zuerst im Schnitt gelöst, erst danach neu erzeugt. Fünf Fehler, null Nachdrehs. Beides muss ein Ablauf ausdrücklich erlauben, sonst verteidigt jeder, was er schon gebaut hat.

Beim Menschen. Das Timing. Wann trägt eine Pause? Die Maschine liefert Takes. Ob ein Witz sitzt, hört nur jemand, der Witze kennt.

Arbeitsteilung

Wer hat was gemacht?

Mensch

  • Idee und Regie, Freigabe des Drehbuchs
  • Die Entscheidung, die fertige Tonspur zu verwerfen
  • Abnahme aller Startbilder
  • Schnittlösungen statt Nachdrehs
  • Die Titelmusik, komponiert mit Suno
  • Das Timing der Pausen

Maschine

  • Drehbuchentwurf, Raumplan und Shotliste (Claude als Regieassistenz)
  • 3D-Blocking eines Raums mit drei Zonen
  • 24 Bilder für Figuren, Sets, Startbilder und den Abschluss im Van-Gogh-Stil
  • 16 Clips, 15 davon mit Stimme und Ton aus dem Bild
  • Prüfung, Schnitt, Bauchbinden und Untertitel per Skript

Werkzeuge

  • Claude Code (Opus)
  • Higgsfield
  • GPT Image 2.5
  • Nano Banana
  • Kling 3.0 pro
  • Blender
  • Suno
  • ElevenLabs (verworfen)
  • Whisper
  • ffmpeg

Hinweise

Vollständig KI-generiert.
Figuren frei nach historischen Personen, Maurice Bréval ist erfunden. Idee, Regie und Abnahme: Stefan Margenfeld. Higgsfield zum Listenpreis (1.000 Credits = 49 US-Dollar). Claude Code als Anteil am Max-Abo (200 US-Dollar im Monat), geeicht am gemessenen Wochenkontingent; Vergleichswert zum API-Listenpreis von Claude Opus 5.5. Kurs 0,86 € je US-Dollar. Meine Zeit: gemessene Zeit am Zug plus 50 % Sehzeit.

Wie ich messe →

Weiterdenken · Aus dem Journal