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Werkstatt Film Fertig

DIE SESSION

Wie viele Regieanweisungen verträgt ein einziger Satz?

1:57 Deutsch Vollständig KI-generiert. Die Stimme des Sprechers ist ein Klon meiner eigenen Stimme.

Aus der Werkstatt

Satz, siebenmal gesprochen
1
vom ersten Text bis zum fertigen Film
≈ 2:15 h
Clips im Film, 18 davon nachträglich lippensynchron
21
meine Zeit: 1:16 h gemessen am Zug, plus 50 % Sehzeit
1:54 h
tatsächliche KI-Kosten: Bild, Video, Lipsync, Ton und Claude-Abo-Anteil
≈ 57 €
dieselben Claude-Tokens zum API-Listenpreis
≈ 36 €

Was es gekostet hat

Bild und Video (Higgsfield) 944 Credits für rund 20 Bilder und 24 Clips, davon drei verworfen ≈ 40 €
Lippensynchronisation (ElevenLabs Sync 3) 18 Clips, rund 85.000 Credits ≈ 16 €
Stimmen und Geräusche (ElevenLabs) Stimmen im Abo, 13 Geräusche < 1 €
Claude Code als Regieassistenz Anteil am Max-Abo; 152 Mio. Tokens, 293 Modellaufrufe ≈ 1 €
Musik (Suno) eigenes Suno-Abo, kein Einzelpreis im Abo
Summe≈ 57 €

Die Idee

Jeder, der spricht, kennt diese Session. Ein Satz, eine Kabine, und hinter der Scheibe sitzt jemand mit Ideen. Mehr Brötchen. Stolz, aber traurig. Sexy. Pirat. Am Ende fällt die Entscheidung auf Take eins.

Ich habe lange genug vor Mikrofonen gestanden, um diese Session zu kennen. Also wollte ich sie einmal zeigen, mit mir selbst als 3D-Figur und mit meiner eigenen Stimme als Klon. Der Satz lautet „Frische Brötchen. Jeden Morgen. Bäckerei Krume.“ Mehr braucht es nicht.

Erst der Ton

Der Text entstand in drei Fassungen. Die erste war ein Monolog über den Sinn einer Stimme, die zweite eine Reihe von Sketchen über das Sprecherhandwerk. Beide waren zu klug. Die dritte hat nur noch einen Satz und eine Regie, die ihn zerlegt. Sie trägt den Film.

Der Ton stand vor dem Bild: mein Klon für den Sprecher, eine Bibliotheksstimme mit Talkback-Filter für Benno, die Regie. Diese Tonspur ist die Zeitachse. Jeder Schnitt richtet sich nach ihr.

Zwei Räume, eine Scheibe

Kabine links, Regieraum rechts, dazwischen das Glas. Das Modell dazu entstand zuerst als graues 3D-Blocking mit fünf Kameras. Danach kamen die Figurenblätter und daraus die Startbilder. Die Szene ist im Schuss-Gegenschuss aufgelöst. In jedem Shot spricht nur eine Figur.

Schnitt durch zwei Räume: links der Sprecher am Mikrofon, rechts der Regisseur am Mischpult hinter der Glasscheibe.
Ziehen: links das Blocking (blau der Sprecher, rot die Regie), rechts das Startbild für den Clip.

Was die Maschine nicht konnte

Das Videomodell bekam zu jedem Startbild die passende Tonspur. Der erste Schnitt sah gut aus und klang gut. Gepasst hat er trotzdem nicht: Die Lippen liefen neben der Stimme her.

Die Messung zeigte den Grund. Das Modell übernimmt eine Tonvorlage nicht als feste Spur. Es spricht den Satz selbst nach, in meiner Klangfarbe, aber im eigenen Tempo. Die Satzenden lagen bis zu anderthalb Sekunden daneben. In einem Shot hatte es sogar andere Silben gesprochen.

Neu generieren hätte daran nichts geändert. Also habe ich die Lippen nachgezogen. Ein zweites Modell ersetzt in jedem Clip nur den Mund und richtet ihn an meiner echten Spur aus. Gesten, Blicke und Kamera bleiben, wie sie abgenommen waren. Im ersten Testclip stieg die Übereinstimmung von Mund und Ton von 0,11 auf 0,49. Der Restversatz lag danach bei zwei Bildern.

Was es gekostet hat

944 Higgsfield-Credits für Bilder und Clips, rund 40 Euro. Das Nachziehen der Lippen kostete rund 16 Euro. Stimmen und Geräusche lagen unter einem Euro. Die Regieassistenz lief über mein Claude-Abo: 293 Modellaufrufe, 152 Millionen Tokens, anteilig unter einem Euro. Über die API abgerechnet, wären es rund 36 Euro gewesen. Ich selbst war eine Stunde und sechzehn Minuten am Zug, mit Sehzeit knapp zwei Stunden.

Was ich mitnehme

Wenn der Ton zuerst feststeht, gehört die Lippensynchronisation von Anfang an in den Plan. Ein Modell, das Bild und Ton gemeinsam erzeugt, hält sich an seinen eigenen Ton.

Und der Film hat recht. Zwanzig Varianten eines Satzes liefert die Maschine in Minuten. Welche davon gemeint ist, weiß nur, wer den Satz versteht. Meistens ist es Take eins.

Was das für eine Organisation heißt

Strategie. Das Wissen über die Grenzen eines Modells ist ein Bestand, und er veraltet schnell. Hier sprach das Videomodell meinen Satz im eigenen Tempo nach, die Satzenden lagen bis zu anderthalb Sekunden daneben. Wer das vorher weiß, plant die Lippensynchronisation von Anfang an ein. Wer es nicht weiß, plant falsch.

Rolle. Jemand muss messen, bevor neu erzeugt wird. Erst die Messung zeigte den Grund. Neu generieren hätte nichts geändert, das Nachziehen der Lippen schon: 18 von 21 Clips, rund 16 Euro.

Ablauf. Abgenommenes bleibt stehen. Gesten, Blicke und Kamera waren freigegeben, ersetzt wurde nur der Mund. Ein Ablauf, der bei jedem Fehler alles neu erzeugt, zahlt mehrfach und verliert, was schon gut war.

Beim Menschen. Zu verstehen, was gemeint ist. Zwanzig Varianten eines Satzes liefert die Maschine in Minuten. Welche davon gemeint ist, weiß nur, wer den Satz versteht. Meistens ist es Take eins.

Arbeitsteilung

Wer hat was gemacht?

Mensch

  • Idee und Text in drei Fassungen, bis nur noch ein Satz übrig war
  • Meine Stimme, als Klon aus ichbinsprecher.de
  • Abnahme von Figuren, Startbildern und jedem Clip
  • Cold Open, das kippende Mikrofon und Bennos letzter Satz
  • Die Musik „The Daily Grind“, gemacht mit Suno
  • Die Entscheidung, die Lippen nachzuziehen statt neu zu generieren

Maschine

  • Shotliste, Raumplan und 3D-Blocking (Claude als Regieassistenz)
  • Figurenblätter und Startbilder im 3D-Animationslook
  • 24 Clips aus Startbild und Tonvorlage
  • Messung des Lippenversatzes und Lipsync für 18 Clips
  • Geräusche, Mischung, Titel, Credits und Look per Skript

Werkzeuge

  • Claude Code (Opus)
  • Higgsfield
  • Nano Banana
  • Seedance 2.5
  • Blender
  • ElevenLabs
  • Sync 3
  • Suno
  • Whisper
  • ffmpeg

Hinweise

Vollständig KI-generiert. Die Stimme des Sprechers ist ein Klon meiner eigenen Stimme.
Idee, Text, Stimme, Regie und Abnahme: Stefan Margenfeld. Stimme des Sprechers: Klon meiner eigenen Stimme (ichbinsprecher.de). Stimme der Regie: ElevenLabs-Bibliotheksstimme „Justus“. Benno ist erfunden. Musik „The Daily Grind“ mit Suno. Higgsfield zum Listenpreis (1.000 Credits = 49 US-Dollar), ElevenLabs nach ausgewiesenem Preis je Generierung. Claude Code als Anteil am Max-Abo (200 US-Dollar im Monat), geeicht am gemessenen Wochenkontingent; Vergleichswert zum API-Listenpreis von Claude Opus 5.5. Kurs 0,86 € je US-Dollar. Meine Zeit: gemessene Zeit am Zug plus 50 % Sehzeit.

Wie ich messe →

Weiterdenken · Aus dem Journal